Perfekt wie wir sind
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Ich begann, Haarschmuck für meine Tochter zu nähen, als ich noch Hausfrau war. Zuerst war es einfach etwas Hübsches, um ihr Haar ordentlich zu halten, etwas Verspieltes, das sie zum Lächeln brachte. Bald wurde mir klar: Wenn diese Schleifen ihr Freude bereiteten, könnten sie vielleicht auch anderen Müttern, Töchtern und Frauen Freude bereiten. Also nähte ich, experimentierte und kreierte.
Aber die Wahrheit ist: Viele meiner ersten Bögen waren alles andere als perfekt. Sie sahen überhaupt nicht aus wie die polierten Stücke, die man auf Bildern erwarten würde. Und anstatt sie zu verbergen, sprachen mich diese „Unvollkommenheiten“ an. Sie erinnerten mich an etwas Tieferes, das ich meiner Tochter beibringen wollte: Perfektion ist nicht das Wichtigste.
Während sie heranwächst, besteht meine Pflicht als Mutter nicht nur darin, sie großzuziehen, sondern ihr auch beizubringen, sich selbst zu lieben. Ihr zu helfen, stark zu sein. Sie daran zu erinnern, dass ihr Wert nie an ihrem makellosen Aussehen gemessen wird, sondern an ihrem Mut, ihrer Freundlichkeit und den Träumen, die sie verfolgt.
Ja, es ist immer gut, nach dem Besten zu streben. Aber das wahre Ziel im Leben ist nicht, jeden Makel auszubügeln – es geht darum, etwas Sinnvolles zu erreichen, den Blick auf das Wesentliche zu richten und zu einer Frau heranzuwachsen, die ihren Wert kennt. Ich möchte, dass sie sich daran erinnert: Diese kleine „Unvollkommenheit“, die sie an sich selbst sieht? Niemand sonst bemerkt sie. Tatsächlich könnte sie in den Augen anderer bereits wie die Perfektion selbst aussehen.
Jede meiner Schleifen trägt eine stille Erinnerung in sich: Wir müssen nicht perfekt sein, um geliebt, bewundert oder wertvoll zu sein. Wir müssen einfach wir selbst sein. Und das – in all seiner einzigartigen, wunderschönen Unvollkommenheit – ist bereits genug.
An meine Tochter, an jede Frau, die dies liest: Mögest du deine Schleife als Krone tragen, als Symbol dafür, dass du genau so aufblühen darfst, wie du bist.